Richtiges Lüften

Ein gutes Raumklima ist unabdingbar für das menschliche Wohlbefinden. In Wohn- und Schlafräumen sollte man daher regelmäßig lüften. Vor allem im Winter ist dieses Thema sehr wichtig, weil man sich die meiste Zeit in geschlossenen und geheizten Räumen aufhält.
Viele denken, beim Lüften gehe nur wertvolle Heizenergie verloren. Allerdings wird nur allzu oft übersehen, dass in der Wohnung Feuchtigkeit entsteht. Nicht nur durch Baden, Waschen, Spülen, Kochen, etc. entsteht Feuchtigkeit, sondern auch an Stellen, wo man sie gar nicht vermutet. So gibt z.B. ein ruhender Mensch pro Stunde ca. 30g Feuchtigkeit ab, ein leicht tätiger Mensch bereits schon das Doppelte.
Wird nun durch unregelmäßiges oder unzureichendes Lüften diese Feuchtigkeit in der Raumluft belassen, kommt es zu Tauwasserbildung (auf kalten Oberflächen) und zu Feuchtschäden, vor allem zu Schimmelbildung. Besonders kritisch sind die Innenecken von Außenwänden, schlecht gedämmte Außenwände sowie Fenster- und Außentürlaibungen. Beim Lüften entweicht feuchte, warme Raumluft. Kalte Außenluft, die naturgemäß wenig Feuchtigkeit enthält, strömt nach. Die kalte Außenluft nimmt beim Erwärmen im Raum Feuchtigkeit auf, die dann mit dem nächsten Lüften abtransportiert wird. Somit kann der Feuchtigkeitsgehalt gesenkt und das Schimmelpilzrisiko niedrig gehalten werden.
Wenn nicht ausreichend für Frischluft gesorgt wird, steigt außerdem der CO2-Gehalt in der Atemluft an. Der Körper reagiert sehr negativ darauf, man fühlt sich müde, matt und abgeschlagen. Durch das Lüften reichert sich die Raumluft wieder mit Sauerstoff an und man gibt dem Körper somit das, was er braucht, um leistungsfähig zu bleiben.
Regelmäßiges Lüften bedeutet also gleichzeitig ein großes „Plus“ sowohl für die Gesundheit als auch für die Erhaltung des Wohnraumes.

Als Faustregel für das Lüften gilt:

kurz und kräftig!


Lieber für einige Minuten „Stoßlüften“, d.h. die Fenster ganz öffnen und evtl. für Durchzug sorgen
als für längere Zeit die Fenster nur auf Kippstellung zu stellen.